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Kunst trifft Technik - Jedem Kind sein Schmetterling

Aus dieser Idee entstand das Projekt „Kunst trifft Technik – jedem Kind sein Schmetterling“. Claudia Leeb, die Leiterin des neu gegründeten Familienbüros, lud am 28. Oktober alle Leiterinnen und Leiter der Leobener Kindergärten und der Pflichtschulen ins Rathaus zum offiziellen Projektstart. In Vertretung des Projektauftraggebers Bürgermeister Kurt Wallner begrüßte Vizebürgermeister Maximilian Jäger die Projektmitglieder. „Wir von der Stadtgemeinde wollen die Familien und ihre Kinder in den Mittelpunkt rücken und mit dem neu gegründeten Familienbüro unterstützen“, betonte Claudia Leeb und freute sich, dass mit so einem interessanten und lustvollen Projekt das Familienbüro starte. „Als meine Frau Barbara von ihrer Idee erzählte, dass auf jedem Schmetterling der Vorname stehen soll, wusste ich, dass dieses Projekt eine einzigartige Chance ist Kunst und Technik zu verbinden“, erklärte Projektleiter Klaus Tolliner, Unternehmensberater und Geschäftsführer der Unternehmensberatung Lognostik in Leoben und Krems. „Die RFID Technologie bietet die Möglichkeit, die Schmetterlinge zu „beschriften“, indem sie mit einem sogenannten TAG versehen werden, auf dem verschieden große Datenmengen gespeichert werden können“, so Tolliner. Die RFID TAGs wurden von der Firma nxp Semiconductors in Gratkorn, ein weltweit führendes Unternehmen der Mikroelektronik, gesponsert, die auch den Techniker Michael Salfer als Ansprechpartner für die HTL-Leoben zur Verfügung stellten. „Wir von der HTL-Leoben übernehmen gerne die technische Betreuung des Projekts und unsere Schülerinnen und Schüler beschreiben die TAGs und geben Informationen zur Technologie an die Kinder weiter“, sind sich Alexandra Gmundtner, Geschäftsführerin, wirtschaftliche Leitung, und Christian Hofer, pädagogische Schulleitung, einig. Bei diesem Projektstart wurde vereinbart wie groß die Schmetterlinge sein sollen und dass die Informationen auf den Schmetterlingen den Vornamen jedes Kindes, sein Alter, die Institution und seinen größten Wunsch oder seine Lieblingsfarbe oder sein Hobby enthalten soll.

Über tausend Kinder der Leobener Kindergärten und Pflichtschulen machten bei dem Projekt mit und gestalteten in kürzester Zeit ihre Schmetterlinge. „Voll cool!“, „wie Zauberei“, „mein größter Wunsch ist das echte Christkind zu sehen“ oder „das kommt dann hinten drauf wie ein Pickerl“, waren die Kinder eines Kindergartens mit Begeisterung dabei, wenn die Schülerinnen und Schüler der HTL Leoben kamen, um die TAGs auf den Schmetterlingen zu beschreiben. Auch den Schülerinnen und Schülern der HTL Leoben hat es offensichtlich gefallen: „Es hat allen Spaß gemacht - Es schaut aus wie Zauberei!“, „Es war eine gute Idee und alle haben sehr gut mitgearbeitet“, „Es ist interessant und macht Spaß“.

Ab Freitag 28. November wurde die Ausstellung im Leobener Einkaufszentrum LCS im ersten Stock vor der BIPA Filiale aufgebaut. Am 2. Dezember um zehn Uhr eröffnete Bürgermeister Kurt Wallner offizielle die Ausstellung. Rund dreihundert Kinder scharen sich im ersten Stock um die Ausstellung und hören interessiert zu, als das Projekt beschrieben wird. Projektleiter Tolliner moderiert die Eröffnung und ist überwältigt, dass so viele Kinder zur Eröffnung gekommen sind. Nach den Danksagungen übergibt er symbolisch die Moderation an "die Jugend, unsere Zukunft". Katharina Sumnitsch und David Präpasser, beide in der Abschlussklasse der HTL Leoben, führten die Moderation fort. Bis zum 13. Dezember können mit jedem NFC-fähigen Mobiltelefon die Daten von den Schmetterlingen sichtbar gemacht werden.

„Wie weit wir der Technik voraus sind, zeigt sich bei den i-phones, die erst ab der nächsten Generation NFC-fähig sein werden“, möchte Tolliner vor Enttäuschungen warnen, wenn die TAGs mit i-phones nicht ausgelesen werden können. Aber der MediaMarkt Leoben hilft gegen Kaution gerne aus.

Eindrücke (Fotos HTL-Leoben, Herr List)